Virtueller Runder Tisch - Zukunft Gesundheit
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Aufschwung in den Köpfen
Lasst uns Nägel mit Köpfen machen. Die Neugewählten, für das Land politisch Verantwortlichen mögen nun endlich zeigen, dass sie über eine Strategie zur Zukunft unseres Gesundheitssystems verfügen. Die auf den Oppositionsbänken sollten, ihrer Verantwortung bewusst, konstruktiv daran mitwirken. Die verschiedenen Lobbyistengruppen könnten ihre Partikularinteressen dem Gemeinwohl unterordnen. Der Bürger, der Versicherte endlich sollte alle Informationsmöglichkeiten nutzen, um sich Grundlagen dafür zu schaffen, aktiv an dem Problem mitzutun, das ihn persönlich am meisten betrifft – seine Gesundheit.

Mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von über 75 Jahren leben wir heute eine ganze Generation länger als noch vor hundert Jahren. Nicht zuletzt hat uns der medizinische und medizintechnische Fortschritt dazu verholfen, dass wir die letzten Lebensabschnitte auch mit einer hohen Lebensqualität absolvieren können. Doch die aktuelle Diskussion um die medizinische Versorgung wird nicht durch den medizinischen Fortschritt bestimmt sondern durch seine Finanzierung.

Dabei ist Deutschland Weltmeister im Geldausgeben. Die damit erzielte Qualität der medizinischen Versorgung allerdings liegt einige Klassen darunter. Mehr Geld ins System zu pumpen, ist nicht die Lösung. Ein wirtschaftlicher Aufschwung wird es demnach auch nicht richten. Was wir brauchen ist ein Aufschwung in den Köpfen.

Lasst uns die Zukunft unseres Gesundheitssystems in einer gemeinsamen Kraftanstrengung sichern. Und lasst uns mit den Ängsten vor einer Drei-Klassen-Medizin aufräumen. Bei aller Diskussion, bei allem Für und Wider der verschiedenen Modelle muss eine Prämisse gelten: Der medizinische, medizintechnische Fortschritt darf nicht zum gesellschaftlichen Rückschritt führen, darf soziale Klüfte nicht vertiefen.

Genau unter dieser Prämisse ist Rot/Grün in den Wahlkampf gezogen. Sollen sie, sollen wir alle mal machen.
 
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Wolfgang Einsiedel, Gast: Drei-Klassen-Medizin
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