Virtueller Runder Tisch - Zukunft Gesundheit
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Newsletter Nr. 6 vom 09.Juli 2003
Virtueller Runder Tisch ­ ZUKUNFT GESUNDHEIT

Newsletter Nr. 6 vom 09.07.03
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1. Editorial
2. Experten diskutierten am vrt: Off-Label-Use
3. Mit Relaunch gibt es eine Brücke zwischen vrt und www.mediencity.de
4. Gesundheitspolitische Journalisten planen Arbeitskreis
5. Umfrage: Wenn Informationen relevant und gut aufbereitet sind, gibt es ungebrochenes Medieninteresse
6. ZEG-Studienergebnisse Frauengesundheit im vrt-Infopool
7. Impressum/Abbestellung

1. Editorial
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Sehr geehrte Partner und Interessenten des Virtuellen Runden Tisches ­ Zukunft Gesundheit!

Die Parlamentarier des Deutschen Bundestages gehen in die Sommerpause, aber die Gesundheitspolitik bleibt auch in den nächsten Tagen und Wochen in den Schlagzeilen. Schließlich wollen Regierung und Opposition die Zeit nutzen, um ­ endlich ­ Veränderungen auf den Weg zu bringen. Aber man kann schon jetzt sagen, dass auch diese viele Fragen offen lassen, das zeigt die Diskussion der letzten Zeit. Kritiker bemängeln, dass die dringend notwendige Reform im Wortsinn eigentlich noch immer nicht in Sicht ist: Zu kurz gegriffen, zu marginal, in großen Teilen zu Lasten der Endverbraucher. Sie werde höchstens kurzfristige finanzielle Entlastungen für den Gesundheitsetat bringen. Wesentliche Weichenstellungen, die zum Beispiel auf die allgemein bekannte demografische Entwicklung zielen oder auf eine grundlegend verbesserte Qualität in der gesundheitlichen Versorgung, sind bis jetzt ausgeblieben.
Das gibt auf lange Zeit wohl viele Themen, viel Diskussionsstoff auch für den Virtuellen Runden Tisch - Zukunft Gesundheit.
Wir sind deshalb in einer spannenden Phase der Themenentwicklung, in der wir sicher viele von Ihnen ansprechen werden. Wir wollen Sie als Partner, als Diskutant, als Mitgestalter dieser in die Zukunft reichenden Diskussion gewinnen. Bei den Schwerpunktthemen des Runden Tisches, als Partner in den Journalistendebatten unter http://www.mediencity.de Gäste beim zukünftigen Arbeitskreis Gesundheitspolitischer Journalisten.
Auf Ihre Mitarbeit und Ihr Feedback freuen wir uns ­ und nicht vergessen:
http://www.runder-tisch.net/

Annegret Hofmann für das Team des Virtuellen Runden Tisches
Berlin, im Juli 2003

2. Off-Label-Use in der Expertendiskussion:
Weitere politische Entscheidungen sind gefragt
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In einer Expertendiskussion zum Off-Label-Use, unterstützt von Deutscher Krebsgesellschaft und Aventis Pharma Deutschland, hat der vrt seit einigen Wochen das Thema Off-Label-Use aufgegriffen. Der Gebrauch von Arzneimitteln, die für die bestimmte Indikationen nicht zugelassen sind, sorgt im Gesundheitssystem für Unruhe. Ein entsprechendes Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom November 2002 erscheint vielen Experten als immer noch nicht ausreichend. Es hatte, ergänzend zum BSG-Urteil aus dem gleichen Jahr, darauf hingewiesen, der Einsatz von Off-Label-Use sei denkbar, wenn der Patient durch Nicht-Einsatz des Medikaments in eine lebensbedrohliche Situation kommen könnte. Welche Voraussetzungen dafür erforderlich sind, wie der Einsatz dieser Medikamente rechtlich bewertet wird und welche Konsequenzen für den Arzt daraus entstehen können ­ dies diskutierten die Experten aus Klinik, Forschung und Institutionen sehr kontrovers.
Ausführliche Informationen zur Problematik des Off-Label-Use ergänzen das Netzangebot und die Diskussion, die von einer zielgruppenorientierten Medienarbeit begleitet wurden. Eine Reihe von Internetplattformen, die sich vorrangig an Ärzte wenden, haben sich mit der vrt-Website verlinkt.
Die im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages tätigen Abgeordneten wurden, ebenso wie die relevanten Medien, über die Expertendiskussion ausführlich informiert.
Alles über Off-Label-Use, Expertendiskussion und aktuelle Statements:
http://www.runder-tisch.net/index.php?res_id=59

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3. Mit Relaunch gibt es eine Brücke zwischen vrt und www.mediencity.de
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Die wie der vrt von der Contentic Media Services GmbH entwickelte Mediencity (http://www.mediencity.de/) hat einen Relaunch erfahren. Sie ist seit kurzem mit neuer Optik im Netz und bietet jetzt allen in der Mediencity-Datenbank Journalisten und Medien eingetragenen Journalisten die Möglichkeit, ihre persönlichen Daten zu aktualisieren und zu erweitern.
Die Daten dieses Medienpools sind hochdifferenziert: So können z. B. Medizin- und gesundheitspolitische Journalisten ihre Schwerpunkt-Arbeitsgebiete, ihre Sprachkenntnisse und ihr technisches Equipment eingeben. Das hat u. a. den Vorteil, dass die Mediencity ihre Informationen an die Medienmacher zielgenau weitergeben kann: Wer mit Schwerpunkt Kardiologie tätig ist, erhält die entsprechenden News, wer in der Pädiatrie desgleichen usw. Die Journalisten erhalten nur die Informationen, die für ihre Arbeit notwendig sind, werden nicht mit Pressematerial bombardiert, das sie nur noch in den Papierkorb werfen können. Außerdem können sie auswählen, wie sie die Informationen erhalten wollen ­ per Bildschirm auf der Mediencity, per e-mail oder Fax. Zunehmend mehr Medienmacher entscheiden sich für die elektronische Übermittlung. Die Zielgruppeninformation via Bildschirm dürfte dabei in Zukunft besonders bevorzugt werden.
Für Unternehmen, Institutionen und Verbände kann die Mediencity einen raschen Weg zu denjenigen Journalisten und Medien ebnen, die für sie relevant sind. Immerhin bietet sie sich als Plattform der Kommunikation zwischen ihnen an.
Wir beraten Sie gern!
Weitere Informationen: http://www.mediencity.de/
Dirk Schmidtke, Geschäftsführer, Contentic Media Services GmbH, Projektleitung Netzprojekte, Tel. 030/28 38 50 01, dirk.schmidtke@mediencity.de
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4. Gesundheitspolitische Journalisten planen Arbeitskreis
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Spätestens im Herbst 2003, nach Wiederaufnahme der parlamentarischen Arbeit, wird der in Gründung befindliche Arbeitskreis gesundheitspolitischer Journalisten mit seiner Arbeit beginnen. Während erste Überlegungen zunächst dessen Wirkung vor allem unter den Berliner gesundheitspolitische orientierten Journalisten vorgesehen hatten, zeigt sich zunehmend Interesse auch bei Kolleginnen und Kollegen von Medien außerhalb der Hauptstadt. Kernstück der Tätigkeit werden Diskussionsveranstaltungen mit Politikern, Wissenschaftlern und weiteren Experten sein, bei denen die Journalisten der oft geforderten Transparenz im Gesundheitssystem ein Stück näher kommen wollen. In erster Linie, um diese ihren Lesern, Hörern und Zuschauern vermitteln zu können. Nachgefragt werden aber auch neue Konzepte, die der gesellschaftlichen Debatte um die Gesundheitsreform neue Impulse geben können. Medienvertreter beklagen nicht selten, dass der gesundheitspolitische Jetset im Prinzip aus immer den gleichen Vertretern mit immer den gleichen Statements besteht. Für eine neue Generation gesundheitspolitischer Experten und deren möglicherweise nach Form weisenden Konzepte gebe es keinen Raum.
Weitere Informationen: Annegret Hofmann, Tel. 030/28 38 50 03, annegret.hofmann@mediencity.de
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5. Umfrage: Wenn Informationen relevant und gut aufbereitet sind, gibt es ungebrochenes Medieninteresse
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Die von Contentic Media Services in den letzten Monaten realisierten Pressekonferenzen und im Medienkontakt vermittelten Themen aus Gesundheitssystem und Medizin sind in den Medien gut aufgegriffen worden. Zahlreiche Kollegen bescheinigten dem Team, dass sie damit wichtige Informationen für ihre Arbeit in einer gut verwertbaren Form in die Hände bekommen haben.
Das zeigte sich auch in einer neuen Kurz-Umfrage, in der Contentic Themen vorstellte, über die sie in nächster Zeit in Presseveranstaltungen informieren will. Von 190 zufällig ausgewählten und angemailten Journalistinnen und Journalisten mit dem Arbeitsgebiet Medizin/Gesundheit antworteten 64 und meldeten ihr Interesse an mehreren der 21 vorgestellten konkreten Themen an. Zu den Hits zählten: Anti-Aging, Schönheitschirurgie, der Sinn klinischer Studien, Off-Label-Use, Mensch und Medizintechnik, geschlechtsspezifische Medizin, Behandlungs- und Kostentransparenz, Apotheken im Wandel, neue Versorgungsformen, Alternativmedizin aber auch die Nutzung des Internets für die journalistische Recherche oder die Europäisierung im Gesundheitswesen.
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6. ZEG-Studienergebnisse Frauengesundheit im vrt-Infopool
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Mit einer Reihe von Presseaussendungen und bei Pressekonferenzen haben Contentic Media Services GmbH und mit der Virtuelle Runde Tisch - Zukunft Gesundheit im 1. Halbjahr 2003 aktuelle Themen der Gesundheitspolitik und des Gesundheitssystems aufgegriffen.
Die erste deutsche Kohortenstudie zur Frauengesundheit war Gegenstand einer Pressekonferenz, die Contentic Media Services GmbH im Auftrag des Zentrums für Epidemiologie und Gesundheitsforschung, Berlin, am 7. Mai 2003 im Berliner Maritim Pro Arte durchführte.
Mit der Befragung von rund 20.000 Frauen, bei der sich die Teilnehmerinnen seit 1998 mehrmals zu ihren Erkrankungen, ihren Beschwerden, Befindlichkeiten, ihren Medikationsgewohnheiten und anderen Parametern äußern, liegt in Deutschland erstmals eine große Studie zur Frauengesundheit vor, die Entwicklungen über einen längeren Zeitraum erfasst.
Die Medien berichteten dabei besonders über die ermittelten Daten zur Pilleneinnahme. Es hatte sich gezeigt, dass die Anwenderinnen vor allem von modernen, niedrigdosierten hormonellen Kontrazeptiva auf diese Weise einen Schutz vor verschiedenen Krebserkrankungen, vor allem der Gebärmutter, der Eierstöcke und der Brust, erfahren.
Die Befragung einer kleineren Gruppe innerhalb der Kohorte galt den sexuellen Gewohnheiten und Erfahrungen der Frauen. Besonderes Medieninteresse galt der Feststellung, dass ältere Frauen in neuer Partnerschaft in ihren sexuellen Bedürfnissen und Gewohnheiten durchaus vergleichbar mit wesentlichen jüngeren Frauen sind. Es zeigte sich auch, dass Pillennutzerinnen im allgemeinen eine größere sexuelle Zufriedenheit haben.
Die elekronische Pressemappe zur Pressekonferenz "Vom Teenie zur Großmutter: Wie gesund ist Frau in Deutschland", Berlin, 7. Mai 2003, ist abrufbar unter:
http://www.runder-tisch.net/index.php?res_id=60

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7. Impressum/Abbestellung
Diesen Newsletter erhalten Sie von der Redaktion des Virtuellen Runden Tisches http://www.runder-tisch.net
Er erscheint in unregelmäßigen Abständen, um Sie über die Entwicklung und den Stand des Virtuellen Runden Tisches auf dem Laufenden zu halten.
Kontakt: redaktion@mediencity.de
 
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11.03.2002 | Artikel
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