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Aufarbeitungsbedarf: Ärzte in der NS-Zeit
Erfurt/Jena/Berlin. Eine Ausstellung von Originaldokumenten und Ergebnissen wissenschaftlicher Recherche zu "Euthanasie in Thüringen" sorgt zur Zeit im Haus des Thüringer Landtags in Erfurt für Diskussionen.

Erarbeitet wurde sie u. a. von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts für Geschichte der Medizin in Jenenser Universität. Dort hat PD Dr. Susanne Zimmermann schon mit mehreren Arbeiten auf die Verstrickungen von Ärzten aus Thüringen und auch der Universität Jena in die so genannte Euthanasie während der Zeit des Nationalsozialismus aufmerksam gemacht. Eine offensive Auseinandersetzung mit diesen dunklen Kapitel der Ärzteschaft habe in Jena nicht stattgefunden, so Susanne Zimmermann.

Auf ähnliche Zurückhaltung vieler Ärzte ist die Berliner Historikerin Dr. Rebecca Schwoch bei ihren Recherchen zum Schicksal jüdischer Ärzte in der NS-Zeit in der Hauptstadt gestoßen. Sie hatte dazu im vergangenen Jahr im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin Forschungen angestellt. Die KV Berlin hatte damit einen ersten Verstoß unternommen, die Rolle auch der ärztlichen Standesorganisation und ihrer Mitglieder während des Nationalsozialismus offenzulegen.

Die Wochenzeitung "Freitag" berichtet in ihrer jüngsten Ausgabe über die Arbeiten der beiden Wissenschaftlerinnen.
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