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Kinder im Abseits der Gesundheitsreform
Nahezu jeder 11. Patient in einem Krankenhaus ist ein Kind. 1,85 Millionen waren das im Jahr 2000. Doch nur etwa jedes zweite von ihnen wurde in einem speziellen Kinderkrankenhaus oder einer Kinderabteilung versorgt. „Wir werden nicht müde, immer wieder zu sagen und zu erklären, was das bedeutet: – Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“, beschwört Prof. Werner Andler, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Kind und Krankenhaus e.V. die anwesenden Politiker auf einem parlamentarischen Abend in Berlin. Das ist auch unumstritten – Kinder brauchen gerade unter der Stresssituation im Krankenhaus eine stärkere Zuwendung, sie haben andere Bedürfnisse, benötigen spezielle Behandlungen. Besonders der Pflegeaufwand ist bei Kindern beträchtlich höher als bei Erwachsenen.

Bei der Einführung der DRG´s, des neuen Krankenhausfinanzierungssystems, drohen diese Besonderheiten nicht beachtet zu werden. „Wir stehen mit dem Rücken an der Wand,“ schätzt Andreas Wachtel, Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V, die Situation ein. Es sei abzusehen, so Wachtel, dass zahlreiche der eigenständigen Kinderkliniken in den Ruin getrieben würden, wenn hier keine Lösungen gefunden werden.

Über die Notwendigkeit, hier Lösungen zu finden, waren sich alle einig. Wie diese aussehen sollen, blieb offen.

„Es ist eine Schande, dass wir es nicht fertig bringen, den Kindern einen angemessenen Rahmen für gesundheitliche Betreuung zu geben,“ so Horst Schmidbauer (SPD) vom Bundestags-Ausschuss für Gesundheit und soziale Sicherung.
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