Virtueller Runder Tisch - Zukunft Gesundheit
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Arzneimittel: Wettbewerb übers Internet
Von Consuela Neumann
Der Wettbewerb kommt übers Internet. Lange haben sich die deutschen Apotheker gegen die Online-Konkurrenz gewehrt. Jetzt ist der Versand von Arzneimitteln auch in unserem Land erlaubt.

Einige Vorteile hatte diese Auseinandersetzung: Zum einen bemühen sich die Online-Apotheken nun verstärkt um Beratung – übers Telefon oder per Online-Infos. Zum anderen sahen auch traditionelle Apotheken diese Entwicklung kommen und haben sich ihren Kunden auch auf einer Website vorgestellt. Dies eröffnete zugleich die Chance, neue Kundenkreise zu erschießen. Die ABDA, die Bundesvereinigung der Apothekerverbände, hat nach anfangs abwehrender Haltung mit einer eigenen Webseite selbst Maßstäbe gesetzt.

Nun sind sie alle da, im Internet, und der Kunde verspricht sich Preisvorteile. Doch Vorsicht – auch hier heißt es vergleichen, denn die Unterschiede sind beträchtlich. In einer nicht repräsentativen Stichprobe auf der Grundlage von sieben Produkten stellte die Redaktion des Virtuellen Runden Tisches verblüffende Preisunterschiede fest.

Diese reichten zum Beispiel bei Aspirin forte (500 mg, 20 Tabletten) von 3,80 Euro bis 4,98 Euro - ein Preisunterschied von 25 Prozent. Bei KWAI forte (300 mg, 180 Stück) reichte die Spanne von 14,95 Euro bis 24,80 Euro - Preisunterschied 40 Prozent. Die Ergebnisse der Stichproben können Sie im Detail als PDF-Datei herunterladen.

Allerdings purzeln die Preise, seitdem die Apotheker bei Produkten der Selbstmedikation frei kalkulieren können. Arzneimittelkunden, die wissen, welches Produkt sie wollen, ist deshalb unbedingt zu empfehlen, die Preise immer wieder neu zu vergleichen. Der Virtuelle Runde Tisch Zukunft Gesundheit wird die Preistendenz in Form eines Arzneimittel-Preisbarometers regelmäßig dokumentieren.
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