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Lenke (FDP): "Pille danach" nicht ohne Arzt
Zum Plan der Bundesregierung, die "Pille danach" ohne ärztliches Rezept abzugeben, erklärt die frauenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Ina Lenke:

Die "Pille danach" ist ein wichtiges Notfall-Mittel der Empfängnis-Verhütung. Gerade angesichts einer steigenden Zahl von ungewollten Schwangerschaften sehr junger Frauen im Teenager-Alter stellt die "Pille danach" einen Weg dar, eine spätere Abtreibung zu vermeiden. Die "Pille danach" ist aber ein ernst zu nehmendes Medikament, das sehr stark den Hormon-Haushalt der Frau beeinflusst. Die Neben- und Wechselwirkungen der "Pille danach" sind erheblich. Eine ärztliche Beratung und Überwachung der Einnahme ist deshalb unerlässlich. Eine rezeptfreie Abgabe ohne Konsultation eines Arztes suggeriert, dass die "Pille danach" ein vergleichsweise geringes medizinisches Risiko darstellt, nach dem Motto: Keine Rezeptpflicht = kein Risiko! Dem ist aber nicht so. Die FDP tritt für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Körper ein. Durch gezielte Aufklärung über Sexualität und Verhütung sollte die Notwendigkeit, auf die "Pille danach" zurückzugreifen, auf ein Minimum begrenzt werden. Wer die "Pille danach" dennoch benötigt, muss sie auch sofort bekommen - aber erst nach ärztlicher Beratung.
 
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