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Beim Hausarztmodell hat die AOK die Nase vorn
Magdeburg. Das erste landesweite Hausarztprogramm startet die AOK Sachsen-Anhalt am 1. Juli gemeinsam mit dem Hausärzteverband Sachsen-Anhalt und der
Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt (KV Sachsen-Anhalt).

Beteiligen können sich Hausärzte in Sachsen-Anhalt sowie alle AOK-Versicherten ab Vollendung des 18. Lebensjahres. Für die AOK-Mitglieder hat die Teilnahme an der hausarztzentrierten Versorgung neben der Qualitätssteigerung in der medizinischen Behandlung weitere Vorteile wie etwa kürzere Wartezeiten in der Praxis sowie die Hilfe bei der Terminvereinbarung mit Fachärzten.

Im Hausarztprogramm der AOK Sachsen-Anhalt wird auch verantwortungsvolles Verhalten der Versicherten stärker honoriert. Dem Hausarzt kommt mit der hausarztzentrierten Versorgung mehr als bisher eine koordinierende Rolle im Gesundheitswesen zu. Er ist erster Ansprechpartner für den Patienten, steuert ihn durch das Gesundheitssystem, führt alle Befunde zusammen und bewertet sie. Im Bedarfsfall überweist er zum Spezialisten.

Der Hausarzt als Lotse im Gesundheitssystem - das stand auf der Wunschliste von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt in der Diskussion zum Gesundheitsreformgesetz. Koordinierte Versorgung, die Vermeidung von Doppeluntersuchungen und eine aufeinander abgestimmte Medikamenten-Verordnung helfen weitere Kosten einzusparen.

Im Vertrag ist festgelegt, dass die Wartezeit für Versicherte, die am Hausarztprogramm der AOK Sachsen-Anhalt teilnehmen, in der Arztpraxis auf 30 Minuten begrenzt ist, wenn zuvor ein Termin vereinbart wurde. Der Hausarzt wird in der Regel Termine für den übernächsten Tag vergeben.

Mit dem Hausarztprogramm haben die Versicherten der AOK Sachsen-Anhalt nicht nur den Vorteil kurzfristiger Terminvereinbarung und kürzerer Wartezeiten, sondern auch eine sehr unbürokratische Lösung in Bezug auf die Praxisgebühr.

Mit einer Gebühr von 20 EURO pro Jahr, die einmalig per Überweisung für den Eintritt in das AOK-Hausarztprogramm geleistet wird, wird die gewählte Hausarztpraxis künftig zu einer "Praxisgebühr-freien Zone".
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