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Prävention ja, aber nicht ohne Früherkennung
Berlin. Mehr Tempo in Sachen Prävention kündigte Dr. Klaus Theo Schröder, Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, bei einer Veranstaltung des Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) in Berlin an.Dies alles mit 250 Millionen Euro Anschubfinanzierung vom Bund und jeder Menge Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit, so Schröder. Skepsis erntete er allerdings mit seinem Hinweis, dass man dabei auf so bewährte Institutionen wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Robert-Koch-Institut bauen werde.

Die Inanspruchnahme von Präventionsmaßnahmen wie z. B. Impfungen, so Schröder auf eine Frage des vrt, werden allerdings in Deutschland immer freiwillig bleiben müssen.

Von Seiten des VDGH wurde angemahnt, auch die sekundäre Prävention, die bewährten und die neuen Früherkennungsmaßnahmen einzubeziehen. Wie Verbandsvorsitzender Dr. Volker Oeding in Berlin unterstrich, werde die Früherkennung kurzfristig bei vielen Erkrankungen beachtliche Resultate zeigen, so z. B. bei Krebs. Oeding kritisierte, dass im Zusammenhang mit dem geplanten Präventionsgesetz vor allem die Primärprävention, also die Veränderung von Lebensstil und Verhalten, im Mittelpunkt stehe.
Der Verband legte in einem Positionspapier alle Früherkennungsmaßnahmen dar, die Diagnostica-Industrie und Labormedizin zu leisten imstande sind, und appellierte an Politik und Kassen, auch die Sekundärprävention mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu fördern.
 
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