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Oberender: Im Gesundheitssystem wird zu viel reglementiert
Berlin. Als Verlierer der Gesundheitsreform sieht der Bundesverband der Arzneimittelhersteller (BAH) bei seiner Jahrestagung in Berlin die vor allem mittelständischen pharmazeutischen Unternehmen.

Die Absenkung der Festbeträge für Arzneimittel, der 16prozentige Rabatt, den die Hersteller gewähren müssen, und die Ausgrenzung von bisher erstattungsfähigen Arzneimitteln aus der Gesetzlichen Krankenversicherung hätten, so der BAH-Vorsitzende Johannes Burges, viele Pharmaunternehmen schwer getroffen.

Der Gesundheitsökonom Prof. Dr. Peter Oberender, Bayreuth, hob auf der gleichen Veranstaltung hervor, dass die Reformen in Deutschland mit den falschen Instrumentarien durchgeführt werden. In vielen Beziehungen, so bei den Disease Management Programmen und im Fall der Fallpauschalen im Krankenhaus, werde durch den Staat zu stark reglementiert. Ein echter Wettbewerb sei auf diesem Weg nicht möglich.

Oberender bezweifelte, dass das von der Regierung angepeilte Einsparvolumen von 23 Milliarden Euro erreicht werde. Er geht auch davon aus, dass die Krankenkassenbeiträge eher steigen denn sinken.
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