Virtueller Runder Tisch - Zukunft Gesundheit
 HomeSchlagwortindex zur ThemensucheArtikelarchiv durchsuchen
TAZ:
„Frauen über ihren eigenen Körper aufklären" “
Vor 30 Jahren gründeten Berlinerinnen das erste Feministische Frauen Gesundheits Zentrum. Statt vor allem um Verhütung geht es heute auch um die Wechseljahre. Auch über den Namen wurde diskutiert. Im Vordergrund aber steht weiter die parteiische Beratung von Frauen für Frauen.
Gut zwei Jahre liegen zwischen der Geburt von Anja Wheelhouse und der Gründung des Feministischen Frauen Gesundheits Zentrums (FFGZ). Die 27-jährige Praktikantin absolviert gerade ihre zweite Woche in dem Beratungszentrum für ausschließlich weibliche Patienten, das in diesem Monat 30 Jahre alt wird. "Egal wo ich von meinem Praktikumsort erzähle, kommt erst mal ein Lachen", erzählt die Sozialpädagogik-Studentin. Feminismus sei einfach ein Begriff, der in ihrer Generation mit tausenden Vorurteilen behaftet ist. "Da fragen gleich alle: Was sind denn das für Frauen, die dort arbeiten - alles Hardcore-Lesben?"
Wahrscheinlich haben Lesben, auch Hardcore-, die Frauenbewegung ein entscheidendes Stück vorangebracht und folglich auch das FFGZ. Martina Schröder allerdings - Vortragende beim Infoabend "Brustgesundheit" im Stadtteilzentrum Kreuzberg - trägt ihre Haare lang und zählt, zumindest rein äußerlich, nicht zu dieser Species. Sie erklärt vier Frauen die unterschiedlichen Knötchen und Geschwulste, die sich in der weiblichen Brust bilden können. Später kommen die Themen Wechseljahre und Brustkrebs zur Sprache. "Wir wollen Frauen über ihren eigenen Körper aufklären und Wissen nachvollziehbar vermitteln", erklärt sie. Nur so könnten sie im Krankheitsfall ärztliche Entscheidungen hinterfragen und zwischen Therapien wählen.
 
In den Foren
Seien Sie der Erste, der diesen Beitrag kommentiert >>>
 Zum Seitenanfang