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Elektronische Dauerbaustelle: Die Gesundheitskarte
Berlin. Als eine der größten elektronischen Baustellen im Gesundheitssystem weltweit hat Dr. Leonhard Hansen, Zweiter Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, das Projekt Gesundheitskarte bezeichnet. Bei einer Telematik-Debatte in Berlin diskutierten Experten über den Prozess der Einführung der Gesundheitskarte, die über 70 Millionen Versicherte, 350 000 Ärztem 22 000 Apotheken und 300 Krankenkassen einbindet.

Als Forderung im Rahmen der Gesundheitsreform schon lange auf der Tagesordnung, sind sich bislang Politik und Vertreter der Gesundheitsbereiche nicht über die Verwaltung der Patientendaten einig. Für die Ärtzeschaft stehe, so KBV-Vorsitzender Dr. Manfred Richter-Reichhelm, auch in diesem Zusammenhang das Ärztegeheimnis im Vordergrund. Eine absolute Transparenz aller Gesundheitsdaten lehne die Ärzteschaft deshalb im Interesse ihrer Patienten ab. Weiter kritisierte der KBV-Chef, dass ein Teil der Kosten bei der Einführung der Gesundheitskarte bei den Ärzten hängen bleibe. So müssten sich viele Praxen auf eine neue Praxis-EDV umstellen, um die Karten lesen zu können.

Am gleichen Tag beschlossen die gemeinsame Selbstverwaltung und das Gesundheitsministerium weitere Schritte zur baldigen Einführung der elektronischen Gesundheitskarte.
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