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Stiftung Pflege soll Pflegende stärken
In Sachen Pflege hat Deutschland Nachholebedarf. Nur wenige Wissenschaftlerbefassen sich damit, nur wenig gesichertes Wissen liegt den praktischen Anforderungen der Pflege von rund vier Millionen Menschen hierzulande zugrunde. Das will die Stiftung Pflege ändern. Zu ihrer Vorbereitung wurde jetzt ein Verein Pflege e. V. mit Sitz in Berlin gegründet. Einer der Kuratoren ist Ex-Sozialminister Dr. Norbert Blüm, der „Vater der Pflegeversicherung“, Barmer-Vorstand Klaus H. Richter, ist Kuratoriumsvorsitzender.

Wie Prof. Christel Bienstein, die den Vorsitz des Vereins Pflege e. V. innehat, unterstrich, sollen vor allem pflegende Familien und Pflegekräfte gestärkt werden. In einem Land, dessen Bevölkerung immer älter werde, sei dies besonders notwendig. Prof. Bienstein, die an der Privatuniversität Witten/Herdecke Pflegewissenschaften lehrt, verwies aber auch darauf, dass ein nicht geringer Teil von Pflegebedürftigen jüngeren Alters sei. Schließlich solle jeder Mensch mit dem notwendigen Wissen über eine wirkungsvolle Pflege ausgestattet sein, z. B. um sich nach schwerer Krankheit richtig zu verhalten. Die Wissenschaftlerin nannte z. B. die Vermeidung von Dekubitus (Wundliegen) und damit das richtige Betten von Kranken als wichtiges Wissen im Sinne einer guten Pflege. Forschungsarbeit, die Vermittlung von Informationen an die Öffentlichkeit vor allem über das Internet (www.stiftung-pflege.com) stehen deshalb im Mittelpunkt der Bürgerstiftung, von der sich die Gründer tatkräftige Unterstützung von Unternehmen und Einzelpersonen erhoffen.
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