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Krankenhaus am Rande der Kleinstadt - ein Auslaufmodell?
Hamburg. Drastische Sparmaßnahmen im Krankenhausbereich werden für deutsche Patienten bald weitere Wege zu einer stationären Behandlung bedeuten. Das geht aus einer Bestandsaufnahme des Unternehmens Mummert Consulting zusammen mit dem F.A.Z.-Institut hervor, bei der 100 Top-Entscheider aus dem Gesundheitswesen befragt wurden.

Dabei ist von rund 330 Kliniken die Rede, die in den nächsten zehn Jahren aus wirtschaftlichen Gründen möglicherweise ihre Pforten schließen müssen bzw. aufgekauft werden. Die Häuser sind nicht genügend ausgelastet, während ihnen die Kosten für medizinisches Gerät und Personal über den Kopf wachsen. 1,2 Milliarden Euro fehlen den Krankenhäusern allein für das laufende Jahr.

Besonderns betroffen, so der Bericht, sind kleine Kliniken mit weniger als 200 Betten sowie Häuser, deren Kapitaldecke sehr dünn ist. Das trifft in erster Linie auf öffentliche Krankenhäuser zu.
Dabei hat die Liegezeit deutscher Patienten in stationärer Behandlung in den letzten Jahren bereits spürbar abgenommen. Betrug sie 1999 noch etwa zehn Tage, so sind es jetzt durchschnittlich noch acht. Allerdings ist Deutschland damit immer noch eines der Länder, die sich, im internationalen Vergleich, überdurchschnittlich lange Verweilzeiten leisten.
Auch der Bettenabbau ist spürbar. Seit 1990 verfügen deutschen Kliniken über 20 Prozent weniger Betten.
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