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Thomae: Besser kein Kompromiss als ein fauler
Zur derzeitigen Diskussion zur Neugestaltung der Krankenversicherung erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Dieter Thomae:

Wenn das, was sich zur Zeit als Kompromiss zwischen CDU und CSU andeutet, gesundheitspolitisches Programm der Union werden sollte, stimmt das nicht sehr hoffnungsvoll. Eine Einheitsprämie führt zwangsläufig zu einer Einheitsversicherung. Der Wettbewerb wird nicht genutzt, um Effizienz im System zu erreichen. Das ist bedauerlich. Bei einer Prämie von 169 Euro bleibt auch kein Spielraum für zukunftsorientierte Lösungen zur Bewältigung der demografischen Entwicklung. Das ist gefährlich, denn das Problem löst man nicht durch Aussitzen. Es wird uns in Form drastisch steigender Prämien einholen. Den nachwachsenden Generationen wird damit eine Last zugemutet, die sie nicht zu tragen bereit sein werden. Eine klare Abkopplung der Gesundheitsprämien von den Lohnkosten erfolgt ebenfalls nicht. Darauf weist der Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU, Peter Rauen, zu Recht hin. Es bleibt zu hoffen, dass diese Eckpunkte noch nicht das Ende der Fahnenstange sind. Generationengerechtigkeit, Entkoppelung von Krankenver-sicherungsbeiträgen und Löhnen sowie Wettbewerb und Wahlfreiheit sind unverzichtbare Grundsätze für eine Reform, die die Chance bietet, die Herausforderungen im Gesundheitswesen ohne Überforderung Einzelner zu bewältigen.
 
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