Virtueller Runder Tisch - Zukunft Gesundheit
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Gesundheitsdebatte: Begriffsklarheit unbedingt nötig
Berlin. Die Gesundheitsreform 2004 produziert, möglicherweise vor allem wegen ihrer Unzulänglichkeiten, bereits eine Vielzahl neuer Veränderungsansätze. Das machte die alljährliche Handelblatt-„Health“-Veranstaltung in Berlin deutlich, die bereits zum 9, Mal stattfand.

Nur „2. Liga“ bescheinigten die Experten wie Prof. Dr. Gunter Neubauer (München) und Prof. Dr. Eberhard Wille, Mannheim, dem deutschen Gesundheitswesen. Nur eine stabile Wirtschaft, so Neubauer, könne die Finanzierungsprobleme des Systems lösen. Zudem seien Qualitätsfragen und Transparenz entscheidende Parameter für die Effizienz des Gesundheitswesens, wie Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, Berlin, unterstrich. Wenn aber aus Ersparnisgründen zum Beispiel keine Ergebniskontrolle von Therapien erfolge, bleibe das Bemühen um Qualität und Nachhaltigkeit nur halbherzig, sagte Ekkernkamp.

Rund 200 Teilnehmer aus der Gesundheitsszene zwischen Hamburg und Garmisch Partenkirchen mussten erneut feststellen, dass sich vor allem die Politik auch in Bezug auf das Gesundheitssystem und dringend notwendige Verbesserungen vor allem in gegenseitigen Schuldzuweisungen und in fast greifbarer Inkompetenz erschöpft. Begriffe wie z. B. Wettbewerb und Eigenverantwortung des Patienten sollten endlich definiert werden, sonst bleiben sie, wie schon seit Jahren, leere Worthülsen.
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