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Mehr Familienunterstützung statt teurer Heimeinweisung
Berlin. Nur rund zehn Prozent aller psychisch Kranken in Deutschland erhalten eine moderne und wirksame Therapie. Dazu komme, so Prof. Dr. Axel Olaf Kern, Fachhochschule Ravensburg-Weingarten, noch eine entsprechende hohe Zahl von Betroffenen, die gar keinen Arzt aufsuchen, überhaupt nicht behandelt werden.

Der Gesundheitsökonom, der bei der Jahrespressekonferenz der Familien-Selbsthilfe Psychiatrie (BapK) dafür plädierte, rein sektorale Kosten-Betrachtungen endlich zu überwinden, wies vor allem auf eine Verbesserung der Versorgungsqualität hin.

Für die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen wurden 2002 in Deutschland rund 22,5 Milliarden Euro – das sind 1= Prozent der Gesamtgesundheitaufwendungen – ausgegeben. Der Verband kritisierte, dass der Mitteleinsatz nicht immer den realen Bedürfnissen der Betroffenen und ihrer Familien gerecht werde. So würden immer noch Erkrankte in stationäre Einrichtungen gegeben, auch wenn eigentlich noch nicht alle familiären und häuslichen Möglichkeiten ausgeschöpft seien. Dadurch entstünden weitaus höhere Kosten als notwendig.
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