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Glaeske: Bei Arzneimitteln ist noch finanzieller Spielraum
Berlin. Nachahmerpräparate sind teuer und haben keinen therapeutischen Nutzen. Wenn sie aus dem pharmazeutischen Angebot mehr und mehr verschwinden, könnten Millionen-Euro-Beträge eingespart werden. Das hob Arzneimittelexperte Prod. Dr. Ged Glaeske bei einer Informationsveranstaltung der Gmünder ErsatzKasse in Berlin hervor.

Die Festbetragsregelung bei Arzneimitteln sind laut Glaeske und GEK-Vorstandsvorsitzenden Dieter Hebel ein Erfolgsmodell. Entstehende Benachteiligungen würden den Wegfall von Rabatten kompensiert. Glaeske verwies auf Großbritannien, wo trotz bestehender Regulierungen durch den Staat, zum Beispiel durch Positivlisten und Festbeträge eine wesentlich regere Forschungstätigkeit der Pharmaunternehmen zu verzeichnen sei als in Deutschland. Hier drohen etliche Hersteller mit der Abwanderung von Forschung und Produktion.

Der Experte betonte die Notwendigkeit einer umfassenden Aufklärung der Versicherten über Nutzen und Möglichkeiten von Arzneimitteln und warnte davor, mit unlauteren Mitteln Patienten zu verunsichern. Der Pharmariese Pfizer hatte jüngst in groß aufgemachen Anzeigen den Verbleib eines seiner Cholesterinsenker außerhalb einer Festbetragsregelung gefordert.
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