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Signifikate Einsparungen bei Arzneimitteln
Berlin.Der Rückgang der Ausgaben für Arzneimittel veranlasste Gesundheitsministerin Ulla Schmidt am Donnerstag zu einer erneuten Bestätigung, dass die Gesundheitsreform wirke.
Insgesamt haben die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2004 über 2,5 Milliarden Euro weniger für Arzneimittel aus als noch im Jahr zuvor. Damit gingen die Ausgaben der Kassen gegenüber 2004 um 11,24 Prozent zurück.

Die Ministerin verwies darauf, dass dies der größte Ausgabenrückgang seit vielen Jahren sei. Die Krankenkasse wurden damit um neun bis zehn Milliarden Euro entlastet. Der Hauptanteil der Einsparungen wurde von den Versicherten geleistet – so durch die Praxisgebühr wie auch durch Zuzahlungen und den privaten Kauf von Arzneimitteln, die aus der Erstattung herausgenommen wurden.
Schmidt forderte die Ärzte, Apotheker und Kassen auf, nun ihre Beitrag zu weiteren Kostensenkungen zu leisten, unter anderen durch eine verantwortungsbewusste Verordnung.
Sie würdigte zudem die Initiative der Mitglieder von Pro Generika, in diesem Jahr auf Preiserhöhungen zu verzichten bzw. Preise sogar zu senken. „Was bei den Generikaherstellern möglich ist, sollte auch für andere Arzneimittelhersteller gelten“, meinte die Ministerin.

Die Einsparungen bei den Arzneimittelausgaben werden allerdings nicht von allen im Gesundheits- und Sozialsystem so überschwänglich begrüßt. So weisen Ärzte und Verbände darauf hin, dass besonders finanziell schlechter gestellte Bevölkerungsschichten seltener zum Arzt gehen und weniger Medikamente einnehmen. Erkältungskrankheiten würden von immer mehr Menschen nicht behandelt und damit verschleppt, was letztlich zu Komplikationen und Mehrausgaben im Gesundheitssystem führe.
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