Berliner: Je ärmer, je kränker
Artikel vom 27.01.2005 16:53 Uhr
Berlin. Auf der Grundlage des jetzt veröffentlichten Gesundheitsberichts 2003/2004 will Berlin die Prävention in den Mittelpunkt der Gesundheits- und Sozialpolitik stellen. Das hob Dr. Heidi Knake-Werner, Gesundheits- und Sozialsenatorin der Hauptstadt, bei der Vorstellung des Berichts hervor.

Der Bericht weist nicht nur den demografischen Wandel innerhalb der Berliner Bevölkerung aus, sondern auch den engen Zusammenhang zwischen sozialer Situation und Gesundheitszustand. In den Stadtbezirken mit einer schlechteren Sozialstruktur, hoher Arbeitslosigkeit und einer großen Zahl von Sozialhilfeempfängern tritt z. B. Übergewicht mit all seinen gesundheitlichen Folgen verstärkt. Auch ist dort generell eine niedrigere Lebenserwartung festzustellen.

Gerade in diesen Bezirken sollen Gesundheits- und Präventionsinformationen verstärkt direkt zu den Zielgruppen gelangen, so z. B. durch Ernährungsinformationen an den Schulen, in den Wohnquartieren.

Fenster schließen