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Deutsches Ärzteblatt:
Studie in Hessen: Warum junge Ärzte Mangelware sind
FRANKFURT. Die Gründe für die fortschreitende Überalterung der Ärzte hat die Landesärztekammer Hessen analysiert. Ein Grund: Die Medizinstudenten erreichen ihren Studienabschluss in immer späterem Alter. Obwohl die mittleren Studienzeiten hessischer Absolventen der ärztlichen Prüfung 2003/2004 mit 13,6 Semestern nur wenig über der Regelstudiendauer von zwölf Semestern lag, waren bei Abschluss des Studiums mehr als die Hälfte (51,2 Prozent) der Absolventen über 27 Jahre alt und mehr als ein Fünftel (21,4 Prozent) bereits 30 Jahre oder älter.

Ursächlich hierfür sind in erster Linie vor dem Beginn des Medizinstudiums abgeschlossene oder begonnene andere Ausbildungen oder Studien. Von 1995 bis 2003 hat das Alter, in dem junge Ärzte in Hessen ihre Approbation erhielten, daher deutlich zugenommen. Waren vor zehn Jahren 60 Prozent der Ärztinnen und 40,5 Prozent der Ärzte bei Approbationserhalt jünger als 30, so waren es 2003 nur noch 50,1 Prozent der Frauen und 37,2 Prozent der Männer. Auffällig ist die starke Veränderung bei den Ärztinnen; bei ihnen könnten Verzögerungen durch familiäre Verpflichtungen eine wesentliche Rolle spielen.
 
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