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Deutsches Ärzteblatt:
Ulla Schmidt kritisiert zum Tag der Organspende die geringe Zahl der Spender
BERLIN. Beim Thema Organspende gehen Wunsch und Wirklichkeit in Deutschland weit auseinander: Obwohl 82 Prozent der Deutschen Organspenden grundsätzlich befürworten, ist die Zahl der Spender im vergangenen Jahr gesunken. Nur zwölf Prozent der Bevölkerung verfügten über einen Organspendeausweis, erklärte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) im Vorfeld des Tages der Organspende am 4. Juni in Berlin. „Niemand sollte vergessen, dass Organspende Menschenleben retten kann.“ Die Spenderrate müsse sich daher unbedingt erhöhen.

Kardinal Karl Lehmann warnte allerdings davor, „Menschen als 'Ersatzteillager' zu klonen und zu zeugen“. Weil es in Deutschland zu wenige Organspender gibt, sind jahrelange Wartezeiten für Kranke zur Normalität geworden. Derzeit warten Schmidt zufolge etwa 12 000 Menschen in Deutschland auf ein Organ. Zur Verfügung stünden pro Jahr aber nur rund 3 500 Organe. Auch sei die Zahl der Spender im vergangenen Jahr um rund fünf Prozent zurückgegangen. Schmidt: „Auf diesem Niveau dürfen wir nicht verharren.“
 
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