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Die Welt:
Neuer Impfstoff gegen Ebola und Marburg
Erfolgreiche Tests an Affen - Guter Schutz durch abgeschwächte Krankheitserreger - Massenimpfungen zu teuer
Winnipeg - Von der Außenwelt weitgehend unbemerkt, spielt sich zur Zeit im Norden Angolas die größte Infektionswelle mit dem tödlichen Marburgvirus ab, die die Weltgesundheitsorganisation je aufgezeichnet hat. Seit Oktober 2004 haben sich 399 Menschen mit dem Virus infiziert, 335 starben bereits. Trotz aller Anstrengungen der lokalen Behörden und der WHO-Einsatzkräfte flackert die hochansteckende Erkrankung immer wieder auf. Das Marburgvirus verursacht ähnlich wie das verwandte Ebolavirus ein hämorrhagisches Fieber, das rasant fortschreitet und in der Regel tödlich ist. Trotz intensiver Forschungen gibt es bislang weder Impfstoffe noch eine Therapie.

Doch jetzt gibt es Hoffnung auf einen Impfstoff. In "Nature Medicine" berichtet heute ein Team aus Kanada, den USA und Deutschland von einem wichtigen Fortschritt bei der Impfung gegen Marburg- und Ebolaviren. In Versuchen mit Makaken reichte jeweils eine einfache Injektion mit dem Impfstoff, um den Affen nach nur vier Wochen einen kompletten Schutz gegen die gefürchteten Viren zu verleihen. Bisherige Impfungen mußten mindestens zweimal im Abstand von mehreren Wochen gespritzt werden, damit sich der Schutz ausbildete.
 
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