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Frankfurter Allgemeine Zeitung:
Dreifacher Schlag gegen Tumore
Eine Krebsgeschwulst läßt sich am ehesten beseitigen, wenn sie von mehreren Seiten gleichzeitig attackiert wird. Die Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie gilt deshalb heute als Standard in der Behandlung. Trotzdem verstehen es viele Tumore, sich diesem doppelten Angriff zu entziehen. Peter Huber vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und Kollegen des Universitätsklinikums Heidelberg haben jetzt eine Strategie gegen diese Fluchtwege entwickelt. Sie ergänzten die Strahlen- und Chemotherapie um einem Wirkstoff, der die Neubildung der Blutgefäße verhindert und die bestehende Gefäßanordnung im Tumor normalisiert.

Eine erste Prüfung bei krebskranken Mäusen ergab, daß sich die Krebszellen dadurch weniger stark vermehren. Die Zellen wachsen schlechter, ein höherer Anteil von ihnen wird in den programmierten Tod getrieben, und sie können weniger gut in das umliegende Gewebe eindringen („Cancer Research”, Bd.65, S.3643). Der zur Strahlen- und Chemotherapie hinzugenommene Wirkstoff SU11657 blockiert mehrere Stoffwechselwege, mit denen Tumoren die Wirkungen der Strahlen- und Chemotherapie abschwächen.
 
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