Virtueller Runder Tisch - Zukunft Gesundheit
 HomeSchlagwortindex zur ThemensucheArtikelarchiv durchsuchen
Die Welt:
DDR-Sportler verklagen Doping-Firma
Jenapharm lehnt Schadenersatz ab und läßt eigene Rolle erforschen - Opfer sprechen von Ablenkungsmanöver
Berlin - Es ist ein besonders skrupelloses Kapitel der untergegangenen SED-Diktatur: Im Leistungssport setzte die Staats- und Parteiführung der DDR systematisch Dopingsubstanzen ein, um Medaillen und damit internationale Reputation einzuheimsen. Die Pillen, "blaue Bohnen" oder "blaue Blitze" genannt, machten die häufig ahnungslosen Athleten stark und später oftmals schwer krank - auf "10 000 plus x" wird die Zahl der Opfer geschätzt.

Dieses System des Staatsdopings soll nun in Jena an der Friedrich-Schiller-Universität historisch gründlich aufgearbeitet werden. Das wird zweieinhalb Jahre dauern und bis zu 250 000 Euro kosten. Bezahlt wird das Projekt von der Schering-Tochter Jenapharm - dieser Arzneimittelhersteller war es, der noch in der Rechtsform als VEB die ebenso leistungssteigernden wie gefährlichen Substanzen produzierte.
 
In den Foren
Seien Sie der Erste, der diesen Beitrag kommentiert >>>
 Zum Seitenanfang