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Deutsches Ärzteblatt:
Ärzte und Pflegekräfte streiken an vier Universitätskliniken
FRANKFURT/HEIDELBERG/KÖLN. An den vier baden-württembergischen Universitätskliniken Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm haben am 20. Juni rund 3 000 Ärzte, Wissenschaftler und Pflegekräfte gestreikt.

Nach Angaben von Ralf Berchtold, Sprecher des ver.di-Landesbezirks Baden-Württemberg, legten in Heidelberg rund 1300 Beschäftigte die Arbeit nieder, in Tübingen waren es 700, in Freiburg 500 und in Ulm 250. Alle Bereiche der Uniklinik bis hin zu Kantinen seien betroffen gewesen. In Freiburg sei „zum ersten Mal ein OP-Bereich im Ganzen bestreikt“ worden. Im betroffenen Operationssaal der Frauenklinik habe man nur zwei Notfälle und zwei Kaiserschnitte zugelassen, sagte der Sprecher.

Zu den neuerlichen Protestaktionen hatte der Ärzteverband Marburger Bund (MB) aufgerufen. „Für insgesamt drei Wochen sollen in den Spezialambulanzen nur noch Notfälle behandelt werden“, betonte die Ärztevereinigung in Köln. „Die Formel „`Weniger Geld und mehr Arbeit´ geht nicht auf“, erklärte der Vorsitzende des MB-Landesverbandes Baden-Württemberg, Dr. Josef Ungemach. Die Aktionen richten sich laut Ungemach gegen die Landesregierung. Diese hatte die wöchentliche Arbeitszeit auf 41 Stunden erhöht und das Weihnachts- und Urlaubsgeld gekürzt.
 
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