Diabetes mellitus: Verbesserte Lebensqualität bei Blutzucker-Selbstkontrolle
Eine nationale epidemiologische Kohortenanalyse bestätigt den Zusammenhang von Blutzucker-Selbstkontrolle und erhöhter Lebensqualität und Lebenserwartung von Patienten mit Typ-2-Diabetes.
Artikel vom 21.06.2005 13:14 Uhr
Diabetes mellitus ist eine der gravierendsten Volkskrankheiten. Gegenwärtig sind etwa sieben Prozent der deutschen Bevölkerung, das sind 5,7 Millionen Menschen, aufgrund dieser Krankheit in ärztlicher Behandlung. Das ist eine Steigerung von 43 Prozent seit 1988. Dieser Trend setzt sich fort, zumal nach Expertenmeinung von einer hohen Dunkelziffer an noch nicht erkannten Erkrankungen ausgegangen werden kann. Nicht behandelter Diabetes kann aber immense Folgeschäden nach sich ziehen – Herzinfarkt, Schlaganfall, Fußamputation, Erblindung. Die Behandlungskosten dieser Folgeschäden betragen so auch im Durchschnitt das Doppelte der Behandlung der Grundkrankheit, des Diabetes.

Wie bei den meisten Erkrankungen kann gerade beim Diabetes der Patient wesentlich am „Krankheitsmanagement“ mitwirken. So kann er über die regelmäßige Messung des Blutzuckers unmittelbar prüfen, welche Nahrungs- und Genussmittel und welche Verhaltensweisen sich günstig oder ungünstig auf seinen Blutzuckerspiegel auswirken.

Bei der vom Deutschen Diabetes-Zentrum initiierten Studie zur Blutzucker-Selbstkontrolle wurden Daten von 3.268 Diabetes-Patienten ausgewertet, von denen 1.479 Patienten ihren Blutzucker regelmäßig selbst kontrollierten. Im Ergebnis zeigte sich, dass die Zahl der krankheitsspezifischen Komplikationen und auch der Sterbefälle bei der Gruppe der Patienten, die ihren Blutzucker selbst kontrollierten, wesentlich niedriger lag.

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